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Dental Health

Das Einmaleins der Zahnpflege – Was Du tun und lieber lassen solltest

Jasmin Arndt
21 Oktober 2019

Wusstest Du, dass zwei Drittel der Deutschen zweimal täglich Zähne putzen, Karies und Zahnfleischentzündungen aber dennoch verbreitet sind? Die richtige und vor allem eine gewissenhafte Zahnpflege ist das A und O, um Karies den Kampf anzusagen und vor allem vorzubeugen. Die Zahnpflege gehört für die meisten Deutschen zur täglichen Routine, aber trotzdem sind Karies und Parodontitis hierzulande weit verbreitet. Wie kann das sein? Die Gründe dafür liegen offenbar in der Qualität des Zähneputzens – man putzt zwar regelmäßig, aber fehlerhaft.

Richtiges Zähneputzen ist so einfach, wenn Du weißt, worauf es ankommt. Was Du bei Deiner täglichen Zahnpflege beachten solltest, wer besonderen Wert auf die tägliche Pflege seiner Zähne legen sollte und welche Utensilien Du unbedingt zu Hause haben solltest, erfährst Du in diesem Beitrag.

Warum ist Zahnpflege wichtig?

Auf Zunge und Zähnen haften Bakterien. Putzt Du diese nicht regelmäßig weg, können sie sich ungehindert vermehren. Dadurch entsteht zunächst Zahnbelag, anschließend Zahnstein. Das sieht nicht nur unschön aus, es begünstigt auch die Entstehung von Karies und Parodontitis.

Etwa eine Billion Bakterien befinden sich in einem Gramm Zahnbelag, bis zu einer Milliarde tummeln sich in einem Milliliter Speichel. Deine Mundhygiene kann noch so reinlich sein – die Bakterien im Mund werden sich vermehren. Das ist nicht unbedingt schlecht, denn sie erfüllen wichtige Aufgaben: Sie stärken die Immunabwehr und schützen Schleimhäute. Nehmen diese Bakterien allerdings Überhand, kann dies schwerwiegende Folgen haben.

Pflegst Du Deine Zähne nicht regelmäßig, bleiben Speisereste zwischen Deinen Zähnen haften. Diese bilden eine hervorragende Nahrungsgrundlage für Bakterien. Die Folge:

Plaque. Diese entsteht vor allem am Zahnfleischrand, in Zwischenräumen, Rillen und in den Zahnfleischtaschen. Bleibt der Belag längere Zeit am Zahn haften, bildet sich daraus letztendlich Zahnstein.

Bereits wenige Tage mit ungeputzten Zähnen reichen aus, damit sich die Plaque verhärtet. Der Bakterienteppich auf Deinem Zahnschmelz vermischt sich mit Speiseresten und Mineralien im Speichel, verdichtet sich zu einer harten Masse und verkalkt. Zahnstein bildet sich vor allem dort, wo besonders viel Speichel hingelangt:

  • an der Außenseite der oberen Backenzähne

  • innen an den Schneidezähnen des Unterkiefers

Gegen diese festsitzenden Zahnbeläge kommt die Zahnbürste nicht mehr an. Sie lassen sich nur noch vom Zahnarzt durch eine professionelle Zahnreinigung entfernen.

Wie Du siehst, beugt eine sorgfältige und ausreichende Mundhygiene Zahnerkrankungen und weitere Erkrankungen im Mundraum vor. Wichtigster Bestandteil der täglichen Zahnpflege ist die manuelle Reinigung, sprich das Zähneputzen, das stets unverzichtbar bleibt.

Die optimale Mundhygiene – so pflegst Du Deine Zähne richtig

Regelmäßige, gründliche und effektive Zahn- sowie Mundpflege entfernt Zahnbelag (Plaque), Bakterien und Nahrungsreste von Zähnen und Zahnfleisch. Sie dient der Vorbeugung von Karies und Zahnbetterkrankung (Parodontitis). Eine optimale Pflege mit den individuell passenden Hilfsmitteln sorgt also dafür, Deine Zähne, Dein Zahnfleisch und Deine Mundhöhle ein Leben lang gesund zu erhalten.

Wie oft solltest Du Dir die Zähne putzen?

Die Zahnpflege sollte zweimal am Tag, nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen, für zwei bis drei Minuten erfolgen. Zur täglichen Zahnpflege gehört neben der Zahnreinigung auch die Reinigung Deiner Zunge.

Der richtige Zeitpunkt ist dabei nicht, wie so oft angenommen, direkt nach dem Essen. Säurehaltige Nahrungsmittel und Getränke, wie Kaffee, Milchprodukte, Süßwaren und Obst, greifen den Zahnschmelz an. Wenn Du sofort nach dem Verzehr solcher Lebensmittel Deine Zähne putzt, schrubbst Du mit der Bürste Mineralien aus dem Schmelz heraus, was zur Folge hat, dass Deine Zähne anfälliger für Verfärbungen werden. Daher solltest Du nach der Nahrungsaufnahme etwa eine halbe Stunde mit der Zahnpflege warten. In der Zwischenzeit empfiehlt es sich, ein zuckerfreies Kaugummi zu kauen. Das regt den Speichelfluss an und entfernt zudem größere Speisereste zwischen den Zähnen.

Welche Zahnbürste empfiehlt sich für die tägliche Zahnpflege?

Eine gute Zahnpflege beginnt mit einer guten Zahnbürste. In jedem Fall muss sie auf die Bedürfnisse des Nutzers ausgerichtet sein.

Die Auswahl an Zahnbürsten ist groß. Ob in Drogerien, Apotheken, im Supermarkt oder im Internet. Welche Eigenschaften eine gute Zahnbürste haben sollte, haben wir einmal kurz und knackig für Dich zusammengetragen.

Eine gute Zahnbürste sollte:

  • aus abgerundeten Kunststoffborsten bestehen, da sie eine geringere Gefahr dafür aufweisen, dass sich Bakterien einnisten können.

  • einen kleinen Bürstenkopf haben, da diese nicht im Mund stören, Du damit auch in die hinterste Ecken gelangst und die Zahnpflege somit gründlicher vonstatten geht.

  • aus vielbüschigen Borsten bestehen, da diese Anordnung der Borsten sich als besonders effektiv in der täglichen Zahnpflege herausgestellt hat.

Allerdings nehmen auch elektrische Zahnbürsten einen immer größeren Stellenwert im Leben vieler ein. Elektrische Zahnbürsten, die mit rotierenden Bürsten in Ringform angelegt sind, führen kreisende Bewegungen aus, sodass die Zahnbeläge weggeschleudert werden. Eine weitere Variante stellen die Ultraschallzahnbürsten dar, die den Belag mithilfe von Ultraschall lockern, damit dieser von der Bürste leichter erfasst und entfernt werden kann.

In vielen Fällen werden elektrische Zahnbürsten von Zahnärzt*innen empfohlen. Sie sind zwar in der Anschaffung relativ teuer und bringen auch höhere Zusatzkosten beim Nachkauf der Bürstenköpfe mit sich, langfristig wird sich eine solche Anschaffung allerdings dennoch lohnen und sich positiv auf Deine Zahngesundheit auswirken sowie Deine tägliche Zahnpflege vereinfachen.

Fluoridhaltige Zahncreme

Deine Zahncreme sollte altersentsprechend fluoridhaltig sein. Die Fluoridverbindungen schützen vor Karies und machen die Zähne unempfindlicher gegenüber Säuren. Sie unterstützen die Remineralisierung des Zahnschmelzes und werden selbst in diesen eingelagert. Zudem bilden sie eine Art Schutzfilm um die Zähne und stören den Stoffwechsel der Kariesbakterien.

Wie pflegst Du Deine Zähne richtig?

Um die Reinigung aller Zähne optimal zu gewährleisten, sollte die Zahnpflege stets in der gleichen Reihenfolge und nach demselben System durchgeführt werden. Deine tägliche Zahnpflege sollte wie folgt ablaufen:

  1. Beginne und beende die Zahnreinigung stets an derselben Stelle

  2. Putze jeweils erst die Außen- und dann die Innenflächen

  3. Reinige Kieferabschnitt für Kieferabschnitt, stets zwei bis drei Zähne zusammen

  4. Säubere abschließend die Kauflächen mit senkrecht aufliegenden Borsten

Wir empfehlen: Die Bass-Technik

Diese Technik basiert auf kleinen, fast auf der Stelle rüttelnden Bewegungen und ist eine der gängigsten Zahnreinigungsmethoden. Zahnärzt*innen empfehlen die Bass-Technik, benannt nach ihrem Erfinder, dem US-Arzt Charles Bass, für Jugendliche und Erwachsene. Sie wird auch Vibrationsmethode genannt, da mit der Zahnbürste kleine Rüttelbewegungen auszuführen sind.

Mit der Vibrationstechnik nach Bass bist Du in der Lage, auch hartnäckige Plaque von den Zähnen zu lösen. Die Methode kann sowohl bei gesundem Zahnfleisch als auch bei Entzündungen des Zahnfleischs (Gingivitis) und des Zahnhalteapparates angewendet werden. Die Bass-Technik im Kurz-Check:

  • Zahnbürste im 45-Grad-Winkel auf dem Zahnfleischrand ansetzen

  • Nur leichten Druck auf die Bürste ausüben

  • Kleine, rüttelnde, senkrechte oder leicht kreisförmige Bewegungen ausführen

  • Auswischbewegung in Richtung der Kauflächen

  • Kauflächen mit einer Hin-und-Her-Bewegung reinigen

Die professionelle Zahnreinigung

Die herkömmliche Zahnpflege mit Zahnbürste und Zahnseide bietet eine gute Basis für den Erhalt Deiner Zähne. Allerdings können dadurch hartnäckige Verfärbungen und festsitzende Zahnbeläge nicht vollständig entfernt werden. Mit der herkömmlichen Zahnbürste erreicht man engere Stellen wie den Zahnfleischrand bzw. die Zahnzwischenräume nur bedingt. Dabei bleiben bis zu 40 Prozent der Zahnflächen ungeputzt. Lagern sich dort Essensreste ab, kann sich Plaque bilden, welcher einen idealen Nährboden für Bakterien darstellt. In Folge können Karies oder Parodontitis auftreten.

Bei der professionellen Zahnreinigung werden schwer zu erreichende Bereiche im Mundraum von geschultem Fachpersonal gesäubert und Zahnbeläge entfernt. Die PZR ist als Unterstützung zur täglichen Zahnpflege zu sehen und reicht allein nicht aus, um Deinen Zahnapparat langfristig zu erhalten. Wer also zwar zweimal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführt, die tägliche Mundhygiene allerdings schleifen lässt, wird bei Parodontose und Kariesbildung keine Besserung wahrnehmen.

Fazit

Mit der richtigen Zahnpflege können Speisereste, Plaque oder Zahnbelag entfernt werden. Gerade der bakterielle Belag kann Deinen Zähnen stark zusetzen. Zusammen mit zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken bilden die Bakterien Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und Karies verursachen können. Insbesondere, wenn du bspw. einen DrSmile Retainer trägst, ist die tägliche Zahnhygiene wichtig, da sich dort eine Vielzahl der Speisereste ablagern können.

Wer sein strahlendes Lächeln mit gesunden, gepflegten und ästhetischen Zähnen langfristig erhalten möchte, sollte der täglichen Zahnpflege einen großen Stellenwert einräumen.

Zweimal im Jahr macht außerdem eine professionelle Zahnreinigung Sinn, da bestimmte Zahnbereiche selbst bei gründlichem Putzen nur schlecht zu erreichen sind.

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