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Die linguale Zahnspange: Vorteile, Nachteile, Kosten

Luna Bode
12 Oktober 2021

Was ist eine linguale Zahnspange?

Eine Lingualspange ist ähnlich einer äußeren festen Zahnspange, nur ist die linguale Zahnspange auf der Innenseite der Zähne angebracht. „Lingual“ stammt vom lateinischen Begriff „lingua“, was im übertragenden Sinne „der Zunge zugewandt“ bzw. „zungenseitig“ bedeutet. Da die linguale Zahnspange dauerhaft an den Zähnen befestigt ist, kann sich ihre Wirkung 24 Stunden am Tag entfalten, anders als beispielsweise bei herausnehmbaren Zahnspangen. 

Die Lingualtechnik ist als kieferorthopädische Behandlungstechnik seit Ende der 1970er Jahre im Einsatz, hat sich jedoch im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Sie ist vor allem für Patienten geeignet, die hohe Ansprüche an die Ästhetik stellen, da die innenliegende Zahnspange für andere Personen kaum sichtbar ist. Da die Behandlung bis heute technisch sehr anspruchsvoll ist, wird sie jedoch nur von wenigen Kieferorthopäden angeboten. 

Wie sieht eine linguale Zahnspange aus?

Eine linguale Zahnspange besteht aus mehreren extrem flachen, maßgeschneiderten Brackets, die an der Zahninnenseite befestigt werden. Damit die Brackets optimal an die Zahnanatomie angepasst werden, muss vor Behandlungsbeginn eine Abdrucknahme oder ein 3D-Scan erfolgen. Sobald die Brackets an die Innenfläche der Zähne geklebt wurden, wird durch Schlitze in den Brackets ein gebogener Draht gezogen. Dieser Draht wird im Laufe der Behandlung mehrfach gewechselt und durch den Kieferorthopäden kontrolliert. Das Anbringen neuer Drahtbögen kann durchaus ein Druckgefühl verursachen, welches sich jedoch innerhalb weniger Tage wieder legt. Nach erfolgreicher Behandlung werden die Brackets sowie Klebereste entfernt und im Optimalfall ein Dauerretainer eingesetzt, damit sich die Zähne nicht erneut verschieben.

Wie lange dauert die Behandlung und welche Fehlstellungen können behandelt werden?

Eine linguale Zahnspange eignet sich zur Korrektur von Fehlstellungen wie einem Kreuzbiss, offenen Biss, Überbiss, Unterbiss sowie Tiefbiss. Die Dauer der Behandlung hängt von der Zahn- und Kieferfehlstellung des jeweiligen Patienten ab. Geringe Zahnfehlstellungen können bereits in ein paar Monaten behoben werden. Bei komplexeren Zahnfehlstellungen kann eine Behandlung bis 4 Jahre dauern.

Vorteile

Eine linguale Zahnspange kann komplexe Zahnfehlstellungen behandeln und ist zudem von außen komplett unsichtbar. Darüber hinaus lässt sich der Behandlungsfortschritt besser verfolgen, da keine Brackets die Zähne verdecken. Bei manchen Personen bleiben nach dem Entfernen einer festen Zahnspange helle Flecken zurück, wo einst die Brackets festgeklebt waren. Bei einer Lingualspange befinden sich diese Flecken im Notfall auf der Rückseite der Zähne. Des Weiteren wird eine innenliegende Zahnspange vermehrt mit Speichel umspült, was das Kariesrisiko erheblich mindert.

Nachteile

Durch die innenliegenden Brackets kann vor allem die Zunge gereizt werden und sich anfänglich Druckstellen und Wunden bilden. Zudem ist dadurch ebenfalls die Aussprache beeinträchtigt und es kann zu Sprachschwierigkeiten kommen. Wie bei einer äußeren festen Zahnspange, erfordern die innenliegenden Brackets eine gründliche tägliche Reinigung, da sich leicht Essensreste zwischen den Drähten verfangen. Auch auf sehr harte oder klebrige Lebensmittel und Kaugummi sollte verzichtet werden, damit die Brackets keinen Schaden nehmen. Zudem fallen regelmäßige Kontrolltermine circa alle 3 bis 8 Wochen an.

Bei starken Schmerzen muss stets ein Kieferorthopäde aufgesucht werden, da eine Lingualspange nicht selbstständig entfernt bzw. angepasst werden kann. Letztlich ist eine linguale Zahnspange vor allem deutlich kostenintensiver als eine klassische Zahnspange.

Linguale Zahnspange Kosten

Dadurch dass eine linguale Zahnspange innenseitig angebracht wird, ist mit ihr auch ein höherer Behandlungsaufwand verbunden. Dementsprechend liegen die Kosten sogar oberhalb denen einer äußeren Zahnspange. Man kann mit Kosten zwischen 4.500 € und 9.000 € rechnen. Eine Lingualspange zählt zu den teuersten kieferorthopädischen Apparaturen.

Wird eine Lingualspange von der Krankenkasse bezahlt?

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen bei Kindern unter 18 Jahren die Regelversorgung (Brackets von außen). Da eine Lingualzahnspange meist aus ästhetischen Gründen und nicht aufgrund medizinischer Notwendigkeit in Erwägung gezogen wird, ist in diesem Fall von einer hohen finanziellen Selbstbeteiligung auszugehen. Bei Patienten über 18 Jahren erfolgt normalerweise keine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen. Selbst in Ausnahmefällen trägt die Kasse hierbei wieder nur die Kosten einer Regelversorgung (herkömmliche Zahnspange von außen). Alles, was diese Kosten übersteigt, ist privat zu bezahlen.

Diskrete Zahnkorrektur mit unsichtbaren Zahnschienen

DrSmile Clear Aligner / Zahnschiene

Die linguale Zahnspange ist nicht die einzige Möglichkeit sich als Erwachsener seine Zähne diskret korrigieren zu lassen. Anstatt der recht kostspieligen Lingualspange, gibt es auch die Option unsichtbare Zahnschienen zu verwenden. Die transparenten Zahnschienen, auch Clear Aligner genannt, wurden speziell für die Behandlung von Zahnfehlstellungen bei Erwachsenen entwickelt. Alle 2 Wochen tauscht hierbei der Patient seine Zahnschiene gegen eine Folgeschiene aus. Die Anzahl der benötigten Schienen richtet sich dabei nach der Komplexität der Zahnfehlstellung. Der Vorteil von Zahnschienen im Vergleich zu festen Zahnspangen ist, dass Aligner zum Essen herausnehmbar sind und dadurch eine bessere Mundhygiene gewährleistet ist. Außerdem erhält man transparente Zahnschienen bereits ab 1.790 €.

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