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Dental Health

Brücke, Krone und Implantat: Unterschiede, Ablauf und Kosten

Luna Bode
22 März 2022

Diese Seite dient nur zur Information. DR SMILE bietet diese Behandlung (noch) nicht an.


Implantate und Zahnbrücken bieten eine effektive Möglichkeit, um Lücken zu schließen. Dabei steigert sich nicht nur die Lebensqualität von Betroffenen. Auch die Zahngesundheit kann bei raschem Handeln sichergestellt werden. Zahnkronen hingegen eignen sich für noch vorhandene Zähne, bei denen durch starken Kariesbefall, normale Zahnfüllungen nicht mehr ausreichen. Um zu entscheiden, ob Brücke oder Implantat, lohnt sich am besten ein Vergleich der beiden Methoden.

Was ist eine Zahnbrücke?

Zahnbrücke

Wie der Name bereits verrät, handelt es sich bei Zahnbrücken um eine Brücke für die Zähne. Dabei gibt es verschiedene Formen von Zahnbrücken, am leichtesten lässt es sich aber so erklären: Die Zahnlücke (1 oder 2 Zähne breit) ist auf beiden Seiten von noch gesunden Zähnen umgeben. Die direkt angrenzenden Zähne werden als „Brückenpfeiler“ verwendet, auf denen der festsitzende Zahnersatz befestigt wird. Die „Brücke” - also der Teil der Zahnlücke - ist so stabil verankert. 

Die Zahnbrücke ist ideal als Ersatz für einen Zahn geeignet. Seltener findet sie bei größeren Zahnlücken Verwendung, da die Stabilität häufig nicht mehr gegeben ist. Außerdem gilt zu beachten: Um als verlässliche Fixierpunkte zu dienen, müssen die Pfeilerzähne gesund sein und kräftige Wurzeln besitzen. Auf diese Weise können sowohl die Kaufunktion als auch die Gesundheit von Kiefer sowie den umliegenden Gelenken erhalten werden.

Arten von Zahnbrücken

Zuerst kann zwischen den verschiedenen Materialien unterschieden werden. Da eine Brücke erheblichen Kaubelastungen standhalten muss, muss auch das Material sehr belastbar sein. Die meist verwendeten Materialien sind:

  • Schaltbrücke: eine Lücke zwischen zwei Zähnen wird mithilfe der Brücke geschlossen. Diese Methode ist auch für die Frontzähne geeignet

  • Freiend-Brücke: Hier liegt die Lücke nicht zwischen den Zähnen, sondern am Rand des Gebisses. Die Freiend-Brücke wird von mehreren Pfeilerzähnen der noch erhaltenen Seite getragen

  • Teleskop-Brücke: Der kombinierte Zahnersatz kann im Gegensatz zu den festsitzenden Brücken herausgenommen werden. Die Brücke wird auf zuvor implementieren Pfeilerzähne-Käppchen befestigt

  • Hybridbrücke: Diese Art kommt bei größeren Zahnlücken zum Einsatz und ist eine Mischform aus Zahnbrücke und Zahnimplantat

Darüber hinaus gilt die Unterscheidung verschiedener Zahnbrückenarten:

  • Keramik: Zirkon-Vollkeramik ist das Material, das heutzutage am häufigsten Verwendung findet

  • Gold (unverblendet oder mit Verblendung): sehr selten geworden, da Preis sehr hoch

  • Stahl (unverblendet oder mit Verblendung): gesundheitlich nicht völlig unbedenklich, dafür preisgünstig

Zahnbrücke: Ablauf der Behandlung

  1. Gründliche Untersuchung der Zähne und Anfertigung eines Abdrucks.

  2. Abschleifen der Zähne, die als „Brückenpfeiler“ dienen. Zusätzlich wird über Farbe und Form der Brücke entschieden. Zum Schutz der Zähne wird ein provisorischer Zahnersatz eingesetzt.

  3. Zwischenprobe der Zahnbrücke. Hier wird kontrolliert, ob die Brücke Spannungsgefühle auslöst und ob die exakte Passgenauigkeit gegeben ist.

  4. Die Brücke wird eingesetzt. Dabei wird die Passgenauigkeit nochmals kontrolliert. Verläuft alles wie gewünscht, werden die zwei Enden der Brücke fest an die Pfeilerzähne geklebt.

Was ist ein Zahnimplantat?

Implantat wird in den Kiefer eingesetzt

Anders als bei der Zahnbrücke können mit dem Zahnimplantat auch größere Zahnlücken, das heißt mehrere Zähne, geschlossen werden. Dabei wird eine künstliche Zahnwurzel (= Implantat) operativ in den Kieferknochen eingesetzt. Diese dient als Träger für den Zahnersatz. Der Aufbau des Zahnimplantats setzt sich folgendermaßen zusammen: 

  • Implantatkörper = künstliche Zahnwurzel

  • Implantataufbau (Abutment) = Verbindungsstück zwischen Implantat und Zahnersatz

  • Implantat-Krone (Suprakonstruktion) = sichtbarer Zahnersatz

Gut gemachte Zahnimplantate sind von den natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden und zeichnen sich zudem durch sehr hohe Stabilität aus. Zusätzlich kann Knochenschwund entgegengewirkt werden, da durch das Implantat die Kaukräfte direkt an den Kieferknochen weitergeleitet werden. 

Arten von Zahnimplantaten

Zahnimplantate unterscheiden sich nach ihrem Material, ihrer Form, ihrer Positionierung im Kiefer und nach ihrer Implantation im Kiefer. In Bezug auf Implantatformen werden Schraubimplantate am häufigsten verwendet. Das Implantat nimmt hierbei die Form einer Schraube ein. Um fest mit dem umliegenden Gewebe und den Knochen zu verwachsen, kommen nur wenige Materialien infrage:

  • Keramik: Keramikimplantate wurden vor allem früher eingesetzt. Als Implantate (künstliche Zahnwurzeln) sind sie aber eher ungeeignet, da das Material relativ spröde ist

  • Titan: Dieses Material eignet sich hervorragend, da es weder Unverträglichkeiten auslöst, noch Materialbrüche zu verzeichnen sind. Außerdem ist Titan in der Lage, sich fest mit dem Kieferknochen zu verbinden. Daher werden Titanimplantate heutzutage am häufigsten eingesetzt

  • Zirkoniumdioxid: Zirkoniumdioxid ist ein sehr stabiles, nicht metallisches Material, das sich vor allem bei Zahnkronen durchgesetzt hat. Im Vergleich zu Titan zeigen erste Ergebnisse aber ein schlechteres Einwachsen in das umliegende Gewebe und in den Kieferknochen.

Zahnimplantat: Ablauf der Behandlung

Der Ablauf, um ein Implantat zu setzen und den Zahnersatz darauf zu befestigen, nimmt mehrere Monate in Anspruch. Normalerweise gestaltet sich der Ablauf für ein Zahnimplantat folgendermaßen:

  1. Ausführliches Beratungsgespräch und Anfertigung eines individuellen Behandlungsplans auf Basis des ersten Befundes.

  2. Anfertigung exakter Aufnahmen des Kiefers sowie Planung der exakten Positionierung des Implantats.

  3. Unter örtlicher Betäubung wird das Implantat eingesetzt. Dieser Eingriff wird ambulant durchgeführt, bei mehreren Implantaten können durchaus mehrere Sitzungen notwendig sein.

  4. Die Einheilungsphase des Implantats in den Kieferknochen nimmt durchschnittlich 3 - 6 Monate in Anspruch. In dieser Zeit verwächst sich das Implantat mit dem Gewebe und Kieferknochen, sodass es eine Einheit bildet.

  5. Nach der Einheilungsphase kann nun der eigentliche Zahnersatz auf das Implantat angebracht werden. Der „neue“ Zahn sollte sich dabei wie die normalen Zähne anfühlen.

Was ist eine Zahnkrone?

Anfertigung einer Zahnkrone

Die Zahnkrone zählt zu den häufigsten zahnmedizinischen Behandlungen. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn entweder ein Zahn sehr stark von Karies betroffen ist und herkömmliche Zahnfüllungen nicht mehr ausreichen oder wenn ein Stück vom Zahn weggebrochen ist. 

Die Krone ersetzt dabei mehr oder weniger große Teile des Zahns und ist somit eine Form des festen Zahnersatzes. Es wird darauf geachtet, dass die ursprüngliche Form des Zahns nachgebildet wird, sodass das Tragegefühl möglichst natürlich ist und auch die Ästhetik der Zähne wiederhergestellt ist. Eine Zahnkrone ist sowohl für die Schneidezähne als auch die restlichen Zähne sehr gut geeignet.

Material von Zahnkronen

Um eine Krone für den Zahn anzufertigen, kann unterschiedliches Material verwendet werden. Das für die Zahnkrone verwendete Material ist abhängig vom jeweiligen Zahn. Beispielsweise muss ein Backenzahn großen Belastungen standhalten, bei Schneidezähnen hingegen ist das ästhetische Erscheinungsbild am wichtigsten. Folgende Materialien können für Zahnkronen verwendet werden:

  • Keramik: Eine Keramikkrone hat den Vorteil, dass sie der natürlichen Zahnfarbe sehr ähnlich, zudem antibakteriell und temperaturunempfindlich ist. Die stabilste Keramikvariante ist Zirkonium. Allerdings ist der Preis für eine Zahnkrone aus Zirkon deutlich höher als bei anderen Materialien.

  • Metall: Hier wird zwischen edelmetallhaltigen und edelmetallfreien (EMF) Legierungen unterschieden. Metallkronen sind sehr stabil und lange haltbar. Dennoch stören sie die Ästhetik erheblich, daher kommen sie vor allem bei den Backenzähnen zum Einsatz. Kronen aus Gold sind mittlerweile sehr kostspielig, EMFs hingegen werden günstiger angeboten.

  • Kunststoff: Dieses Material ist zwar günstig, leider hält es aber keinen großen Belastungen stand. Daher eignen sich Kunststoffkronen hauptsächlich als Provisorium.

  • Verblendungen: Bei den sogenannten „Verblendkronen“ handelt es sich um eine Kombination aus Metallen mit einer Keramikschicht. Sie sind dadurch sehr stabil und bringen außerdem ein sehr natürliches Erscheinungsbild mit sich.

Zahnkronen: Ablauf der Behandlung

Wie lange dauert es, eine Krone einzusetzen? Um den Zahn zu Überkronen ist folgender Ablauf üblich:

  1. Der betroffene Zahn wird präpariert, das heißt, abgeschliffen.

  2. Anschließend wird ein Abdruck der betroffenen Stelle angefertigt.

  3. Bis die Krone fertiggestellt ist, schützt eine provisorische Krone den Zahn.

  4. Die Krone wird in Spezial-Labors hergestellt

  5. Zur dauerhaften Verbindung wird die Krone auf den Zahn geklebt oder zementiert

    Die Dauer für jeden einzelnen Schritt beträgt normalerweise nur wenige Minuten (Präparation des Zahns ca. 10 Minuten und das Einsetzen der Krone ca. 15 - 30 min). Der gesamte Ablauf nimmt ca. 1 Woche in Anspruch, je nachdem wie schnell die Zahnkrone im Speziallabor angefertigt wird. Daher sind Schwankungen im zeitlichen Ablauf für die Zahnkrone durchaus möglich.

Kosten und Haltbarkeit

Die Kosten für Zahnbehandlungen können schnell sehr hoch sein, vor allem wenn sehr gute Materialien verwendet werden. Dies kann auf Betroffene vorerst abschreckend wirken. Man sollte aber wissen, dass ein Zahnersatz nicht nur die Lebensqualität steigert, sondern auch zur Zahngesundheit beiträgt. 

Was kostet eine Zahnbrücke?

Je nach Behandlungsart und Material können die Kosten für eine Zahnbrücke zwischen 300 € und 2.500 € liegen. 

Wie lange hält eine Zahnbrücke?

Bei sorgfältiger Pflege zeichnet sich die Zahnbrücke durch ihre sehr lange Haltbarkeit aus. Diese kann zwischen 15 und 25 Jahre liegen.

Was kostet ein Zahnimplantat?

Beim Zahnimplantat richten sich die Kosten nach Material, Anzahl der benötigten Implantate und Behandlungsart. Die Kosten für einen einzelnen Zahn können zwischen 1.400 € und 2.000 € (Eigenanteil) betragen, bei einem herausnehmbaren Zahnersatz steigen die Preise auf bis zu 13.000 €. 

Wie lange hält ein Zahnimplantat?

Die Haltbarkeit eines Zahnimplantats ist im besten Fall unbegrenzt. Das heißt, dass ein Implantat ein Leben lang getragen werden kann. Bei schlechter Mundhygiene oder bei Rauchern kann sich diese Zeit jedoch beachtlich verkürzen. 

Was kostet eine Zahnkrone?

Die Kosten für eine Zahnkrone liegen je nach Behandlungsart und Material zwischen 300 € und 1000 € (Eigenanteil).

Wie lange hält eine Zahnkrone?

Die Haltbarkeit einer Zahnkrone ist abhängig vom verwendeten Material und von der Gesundheit des darunter liegenden Zahnes. Ist dieser beispielsweise von Karies betroffen, kann die Krone nicht mehr stabil gehalten werden. Dennoch sollte eine Zahnkrone bei perfekter Anfertigung und perfektem Einsetzen etwa 20 Jahre halten. Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass sie bereits nach 5 Jahren ausgetauscht werden muss. 

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Seit 2005 gibt es bei den gesetzlichen Krankenkassen einen geregelten Festzuschuss für Zahnersatz. Dabei werden seit Oktober 2020 60 % der Kosten einer Regelversorgung übernommen. Das bedeutet, dass egal, ob bei Brücke, Zahnkrone oder Implantat ein nicht zu verachtender Eigenanteil anfällt. Bei der Zahnbrücke liegt der Eigenanteil bei ca. 650 € bis 1.200 €, bei Zahnkronen fallen zwischen 300 € und 1000 € an. Bei einem Zahnimplantat für einen einzelnen Zahn kommen etwa Kosten zwischen 1.400 € bis 2.000 € auf Dich zu.

Komplikationen und Schmerzen

Zahnbegradigung Röntgenbild

Nicht immer verläuft eine Zahnbehandlung wie gewünscht. Vor allem nach der Behandlung kann es sein, dass Schmerzen oder andere Komplikationen auftreten. Bei Zahnkronen kann in wenigen Fällen beispielsweise der Zahnnerv irritiert sein, wodurch vor allem Druckschmerzen auftreten. Aber auch Infektionen durch Bakterien können die Ursache für Schmerzen sein.

Treten bei Zahnbrücken Schmerzen auf, lässt dies darauf hindeuten, dass sich eventuell die Brücke gelockert hat, Karies am Kronenrand entstanden ist, der Zahnnerv irritiert ist oder eine Zahnfleischentzündung vorliegt. Vor allem Schmerzen unter der Brücke deuten auf letzteres hin.

Bei Zahnimplantaten sind Schmerzen Anzeichen, dass eventuell eine Entzündung vorliegt. Vorsicht: Auch geringe Lockerungen des Zahnimplantats unbedingt ernst nehmen und möglichst rasche einen Zahnarzt bzw. eine Zahnärztin aufsuchen! 

Der Besuch bei der Zahnarztpraxis ist auch bei anderen Komplikationen unbedingt anzuraten. Dazu Zahlen: die Zahnkrone abgebrochen, Karies unter der Krone, das Zahnimplantat wird abgestoßen, das Zahnimplantat ist abgebrochen, etc.

Alternativen der Zahnbehandlung

Zahnbrücken werden häufig als Alternative zu Implantaten vorgeschlagen und umgekehrt. Bei jeder Art von Zahnbehandlung gibt es Vorteile und Nachteile, die Du aber am besten mit Deinem Zahnarzt oder Deiner Zahnärztin besprichst. Ob Zahnfüllungen als Alternative für Zahnkronen reichen, muss ebenfalls professionell geklärt werden.

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